Montessori-Spielzeug für 1–3-Jährige: Was sich bei uns wirklich bewährt hat
Bei meinem ersten Kind hatten wir ehrlich gesagt viel zu viel Spielzeug. Ich war damals noch ziemlich im Kaufwahn und habe vieles gekauft, was schön aussah oder von dem ich dachte, dass wir es unbedingt brauchen.
Bei meiner zweiten Tochter bin ich das deutlich bewusster angegangen. Wir hatten natürlich noch jede Menge Spielzeug von ihrer großen Schwester, aber ich habe mehr darauf geachtet, was wirklich genutzt wird und womit sie sich auch länger beschäftigen kann. Dabei sind bei uns auch immer mehr Montessori-inspirierte Spielsachen eingezogen.
Viele der folgenden Spielzeugarten hatten wir selbst in gleicher oder ähnlicher Form zu Hause, darunter Motorikwürfel, Holzpuzzle, Busy Board, Klangspielzeug und ein Kletterdreieck. Hier kommen meine zehn Ideen für Kinder von etwa 1 bis 3 Jahren.
Hinweis zu den Produktbildern: Die Bilder in diesem Beitrag dienen der Veranschaulichung der jeweiligen Spielzeugart. Sie sind generisch erstellt und zeigen nicht die konkret verlinkten Produkte.
10 Montessori-inspirierte Spielzeuge für Kinder von 1 bis 3 Jahren
1. Motorikwürfel
Einen Motorikwürfel hatten wir selbst bei beiden Kindern und ich finde ihn gerade für kleinere Kinder richtig schön. An einem einzigen Spielzeug gibt es verschiedene Dinge zu entdecken: drehen, schieben, greifen, sortieren oder kleine Elemente bewegen.
Das Schöne daran ist, dass Kinder nicht sofort alles können müssen. Mit der Zeit entdecken sie immer wieder neue Möglichkeiten und beschäftigen sich dadurch lange damit.
Für mich definitiv ein Klassiker für diese Altersgruppe.
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2. Busy Book
Busy Books oder Beschäftigungsbücher finde ich besonders praktisch, weil man sie auch einfach mitnehmen kann. Je nach Ausführung gibt es Verschlüsse, Schnallen, Knöpfe, Reißverschlüsse oder kleine Aufgaben zum Zuordnen.
Solche Beschäftigungssachen hatten wir ebenfalls und gerade unterwegs fand ich sie praktisch. Sie brauchen wenig Platz und bieten trotzdem einiges zum Ausprobieren.
Für Autofahrten, Restaurantbesuche oder den Urlaub finde ich sie deshalb besonders interessant.
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3. Steck- und Sortierspiel aus Holz
Stecken, sortieren, wieder herausnehmen und noch einmal von vorne. Solche einfachen Spiele hatten wir in verschiedenen Varianten.
Gerade zwischen einem und drei Jahren verändert sich dabei unglaublich viel. Anfangs wird einfach ausprobiert, später werden Farben und Formen ganz gezielt zugeordnet.
Ich mag solche Spielsachen, weil sie sehr einfach aufgebaut sind und trotzdem über einen längeren Zeitraum interessant bleiben können.
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4. Montessori-Kletterset
Ein Kletterdreieck hatten wir selbst und das würde ich jederzeit wieder kaufen.
Gerade solche größeren Motorikspielzeuge haben für mich einen entscheidenden Vorteil: Sie wachsen lange mit. Anfangs wird vorsichtig daran geklettert. Später entstehen daraus Parcours, Höhlen und ganz eigene Spielideen. Auch größere Kinder können daran noch Spaß haben.
Wer ausreichend Platz hat, kann sich auch größere Sets mit Kletterbogen, Rampe und verschiedenen Kletterelementen anschauen.
Bei Kletterspielzeug würde ich besonders auf Stabilität, Verarbeitung, Altersempfehlung und eine sichere Nutzung achten.
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5. Garten- und Erntespiel aus Holz
Gemüse herausziehen, wieder hineinstecken, sortieren und irgendwann kleine Spielsituationen daraus entwickeln: Solche einfachen Spielideen finde ich für Kleinkinder schön, weil sie sich mit dem Entwicklungsstand verändern können.
Am Anfang geht es vielleicht hauptsächlich ums Greifen und Einsetzen. Später werden Farben und Gemüsesorten benannt und irgendwann wird daraus ein kleines Rollenspiel.
Genau solche Spielsachen mag ich, weil nicht nur eine einzige Spielweise vorgegeben wird.
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6. Feinmotorik-Steckspiel
Solche Spiele können Feinmotorik und Hand-Auge-Koordination spielerisch unterstützen.
Hier würde ich allerdings besonders genau auf die Altersempfehlung und mögliche Kleinteile achten. Ein Spielzeug, das für ein dreijähriges Kind wunderbar geeignet ist, muss für ein einjähriges Kind noch lange nicht passen.
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7. Klang- und Musikspielzeug
Klangspielzeug hatten wir ebenfalls zu Hause und das war bei meinen Kindern immer beliebt.
Ich mag vor allem einfache Instrumente, bei denen Kinder selbst ausprobieren können, welcher Ton durch welche Bewegung entsteht. Xylophon, kleine Trommel, Rassel oder ähnliche Instrumente reichen dafür vollkommen aus.
Es muss meiner Meinung nach nicht immer blinken, sprechen und zehn verschiedene Melodien abspielen. Gerade die einfachen Sachen können erstaunlich lange spannend bleiben.
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8. Holzpuzzle mit großen Griffen
Holzpuzzle gehören für mich ganz klar in diese Altersgruppe.
Wir hatten verschiedene Varianten und ich habe sie später auch gerne für unsere Toy Rotation genutzt. Statt fünf Puzzle gleichzeitig hinzustellen, gab es nur eine kleine Auswahl und beim nächsten Wechsel kamen andere Motive dazu.
Für jüngere Kinder finde ich Puzzle mit großen Griffen besonders praktisch, weil die einzelnen Teile leichter aufgenommen und eingesetzt werden können.
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9. Sensorik- und Klangbausteine
Bausteine finde ich sowieso toll, weil sie nicht vorgeben, was ein Kind daraus machen soll. Sensorikbausteine ergänzen das Ganze beispielsweise durch transparente Elemente, verschiedene Farben oder kleine Klangkörper.
Kinder können stapeln und bauen, aber genauso schauen, schütteln und ausprobieren.
Und auch hier kann sich die Art des Spielens mit dem Alter verändern. Genau das finde ich bei Spielzeug für diese Altersgruppe besonders sinnvoll.
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10. Montessori-Busy-Board
Ein Busy Board hatten wir ebenfalls und ich fand es gerade in dieser neugierigen Phase richtig praktisch.
Schalter, Verschlüsse, Riegel, Räder, Schnüre und ähnliche Dinge aus dem Alltag haben auf kleine Kinder ohnehin eine enorme Anziehungskraft. Auf einem Busy Board können sie vieles davon in Ruhe ausprobieren.
Auch hier würde ich unbedingt auf eine altersgerechte Ausführung, sichere Befestigungen und eine vernünftige Verarbeitung achten.
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Warum Montessori-inspiriertes Spielzeug bei uns gut funktioniert hat
Was mir an dieser Art von Spielzeug gefällt, ist eigentlich ziemlich simpel: Das Kind macht selbst etwas.
Es steckt, sortiert, baut, puzzelt, klettert oder probiert aus. Viele Spielsachen können außerdem mit dem Kind mitwachsen und werden später ganz anders genutzt als am Anfang.
Das heißt aber ausdrücklich nicht, dass ich etwas gegen Plastikspielzeug habe. Bei uns gab und gibt es genauso Plastikspielzeug und meine Kinder haben damit gerne gespielt.
Ich habe bei meiner zweiten Tochter nur bewusster darauf geachtet, nicht ständig noch mehr zu kaufen und lieber Dinge auszuwählen, die auf unterschiedliche Weise genutzt werden können.
Und damit sind wir bei dem System, das bei uns zusätzlich richtig gut funktioniert hat.
Toy Rotation: Mein Tipp bei zu viel Spielzeug
Bei meiner zweiten Tochter habe ich unser Spielzeug in verschiedene Kategorien eingeteilt. Dafür hatte ich beschriftete Kisten, zum Beispiel für Puzzle, Fahrzeuge, Tiere, Motorikspielzeug oder Steck- und Sortierspiele.
Diese Kisten standen gestapelt in einer Ecke, an die meine Tochter nicht selbst herankam. In ihrem Spielbereich gab es dagegen immer nur eine überschaubare Auswahl.
Einmal pro Woche habe ich aus den verschiedenen Kategorien andere Spielsachen herausgesucht und neu zusammengestellt. Und sie fand das großartig. Wenn ich ihren Spielbereich neu aufgebaut hatte, waren selbst bekannte Spielsachen plötzlich wieder interessant.
Und ganz ehrlich: Das System war auch für mich perfekt, weil ich es gerne schön und ordentlich mag und nicht ständig das gesamte Spielzeug herumliegen haben wollte.
Dabei war ich nie streng. Wenn etwas gerade heiß geliebt wurde, blieb es natürlich stehen. Die Toy Rotation sollte unseren Alltag einfacher machen und nicht zu einer weiteren Aufgabe werden.
Worauf ich bei Spielzeug für 1- bis 3-Jährige achten würde
Gerade in dieser Altersgruppe liegen zwischen einem gerade einjährigen und einem fast dreijährigen Kind Welten. Deshalb würde ich mich nie ausschließlich an einer Überschrift wie „Spielzeug von 1 bis 3 Jahren“ orientieren.
Entscheidend sind für mich die Altersempfehlung des konkreten Produkts, mögliche Kleinteile, Verarbeitung und Stabilität sowie der individuelle Entwicklungsstand des Kindes.
Und ich würde heute nicht mehr automatisch etwas kaufen, nur weil „Montessori“ daraufsteht.
Die wichtigere Frage ist für mich: Was kann mein Kind damit eigentlich machen?
Kann es selbst ausprobieren? Kann das Spielzeug unterschiedlich genutzt werden? Passt es gerade zu meinem Kind? Und wird es wahrscheinlich länger interessant bleiben?
Wenn die Antwort darauf Ja lautet, finde ich das wesentlich wichtiger als irgendeinen Begriff auf der Verpackung.
Mein Fazit: Weniger war bei uns tatsächlich mehr
Rückblickend hätte ich bei meinem ersten Kind definitiv weniger Spielzeug gekauft. Nicht, weil die Sachen schlecht waren. Wir hatten einfach sehr viel.
Bei meiner zweiten Tochter hat mir unser anderer Umgang damit besser gefallen: eine überschaubare Auswahl, regelmäßiger Wechsel und möglichst viele Spielsachen, die unterschiedlich genutzt werden können.
Besonders empfehlen würde ich heute Dinge, die mitwachsen. Unser Kletterdreieck ist dafür ein gutes Beispiel. Aber auch Puzzle, Bausteine, Motorik- und Sortierspiele können über einen längeren Zeitraum immer wieder interessant werden.
Und eine Sache habe ich dabei definitiv gelernt:
Kinder brauchen nicht ständig neues Spielzeug. Manchmal reicht es schon, das vorhandene eine Weile verschwinden zu lassen.
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